Stefan Schick vom Fraunhofer IAO erklärt, warum E-Scooter vielleicht doch besser sind als ihr Ruf und wie eine sinnvolle Nutzung der Elektroflitzer aussehen könnte. Im Projekt Eco Fleet Services wird der Einsatz der E-Roller nun mit der Stadt Heidelberg getestet und untersucht.

Sie sind Teil einer der verfahrensten Kontroversen der letzten Jahre. Verleiher sprechen von Millionen ersetzten Autofahrten, die Bundesregierung lobt geräuscharmes und abgasfreies Fahren. Gegner wiederum kritisieren die zu hohen Emissionen. Auch wenn sie nicht lokal entstehen, so soll die Herstellung sowie das nächtliche Einsammeln der Scooter zum Laden die positiven Effekte mehr als zunichtemachen.

Insgesamt betrachtet sind die kleinen Flitzer so zwar umweltfreundlicher als das eigene Auto, verursachen aber mehr Emissionen als ein voll besetzter Dieselbus. Wenn man so durch die Stadt schlendert und beinahe von einem unvorsichtigen Scooter-Fahrer in die Böschung befördert wird, ist man schnell geneigt, sich auf Seite der Scooter-Gegner zu schlagen. Viele können allerdings auch bestätigen, dass die Fahrt mit solch einem Gerät schnell vom Gegenteil überzeugen kann. Festzuhalten ist aber sicherlich: Es gibt Argumente für und wider E-Scooter in deutschen Städten und die Auswirkungen der Nutzung müssen ganz genau betrachtet werden. Vor allem aber bedarf es guter Ideen, wie Scooter sinnvoll genutzt werden können. Im Projekt »Eco Fleet Services« geht es uns genau darum. Ziel ist es, gemeinsam mit der Stadt Heidelberg, ein betriebliches Mobilitätsmanagement zu etablieren, das alle Mobilitätsdienste verbindet. Zu den vorherrschenden städtischen Mobilitätsdiensten zählen, und das war auch schon vor einigen Jahrzehnten so, der öffentliche Nah- und Fernverkehr, Verbrennerfahrzeuge und Fahrräder. Die Elektromobilitätswende ermöglicht hier aber mittlerweile auch die Integration von Elektroautos, E-Bikes und seit kurzem: E-Scootern. Das Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg testet im Rahmen von »Eco Fleet Services« den sinnvollen Einsatz von zehn E-Scootern. Spaßfahrten, die auch häufig nachts und unter Alkoholeinfluss stattfinden und so häufig kritisiert werden, fallen hier weg und auch die Benutzung eines Helms lässt sich leicht durchsetzen. Da die Roller vom Amt selbst geladen werden, entfällt nicht nur das nächtliche Einsammeln zum Laden, sondern auch das Chaos beim Abstellen auf Gehwegen.

Den kompletten Beitrag lesen Sie im IAO-Blog unter https://blog.iao.fraunhofer.de/warum-wir-noch-nicht-genug-ueber-e-scooter-gesprochen-haben/